Wissenswertes zum Thema „Blutegeltherapie“, Rechtsgrundlage und Voraussetzungen für eine Anwendung an ihrem Tier

 

Liebe Tierhalter,

 

ich habe versucht, das Wichtigste für Sie zusammen zu fassen. Ich möchte Sie nicht mit der ganzen Bürokratie ärgern, es geht hier darum ein Verständnis zu schaffen, für diese wirklich tolle und effektive Behandlungsmethode. Dennoch muss ich mich an die gesetzlichen Vorgaben halten. Und dazu gehört leider heute viel Verwaltungsaufwand und erfordert Transparenz. Als Therapeutin möchte ich zudem nur das Beste für ihr Tier. BEVOR Sie also einen Termin für eine Blutegelbehandlung mit mir vereinbaren, sollten Sie sich aufmerksam die folgenden Informationen durchlesen.

 

Als zertifizierte und angemeldete Veterinär-Therapeutin bestelle ich ausschliesslich frische Egel für eine Blutegel-behandlung bei der Biebertaler Blutegelzucht. Die Blutegel sind in Deutschland ARZNEIMITTEL und fallen unter das Arzneimittelschutzgesetz (AMG). Diesbezüglich gibt es Einiges zu beachten!

Blutegel dürfen von Therapeuten aus hygienischen Gründen nur 1x für ein bestimmtes Tier angewendet werden. Eine Lagerung ist mir aus logistischen Gründen nicht möglich. Danach werden diese Egel von mir vorschriftsmäßig entsorgt. Sobald ein Egel mit Blut/Wundflüssigkeit/Haut ihres Tieres in Kontakt gekommen ist (auch wenn er noch nicht gebissen hat!), darf dieser Egel NICHT für andere Tiere weiterverwendet werden! Blutegel, welche Kontakt mit ihrem Tier hatten, werden somit ebenfalls entsorgt und werden in Rechnung gestellt.

Eine umfassende Aufklärung des Besitzers zu Risiken und Nebenwirkungen, sowie Wissenswertes vor und nach der Behandlung, erfolgt durch die Übermittlung eines gesondertes Info-Datenblattes. In dem Datenblatt bekommen Sie wichtige Hinweise für vorher und nachher.

Vor jeder Blutegeltherapie füllen Sie mir bitte zudem vor Ort einen Blutegel-Behandlungsvertrag aus. Dies dient, u.a., der Dokumentation für die Patientenkartei. Ich bin verpflichtet, ihre Daten und die des Tieres, zu archivieren und ggf. dem Veterinäramt zur Überprüfung zur Verfügung zu stellen.

 

Gerne lasse ich Ihnen vorab einer Behandlung die Unterlagen zukommen oder Sie folgen den entsprechenden Links zum Downloadbereich.

HUND & KATZE

 

√   Laut Gesetz dürfen Blutegel nur bei Tieren eingesetzt werden, die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen. Für Hunde und Katzen gibt es in Deutschland diesbezüglich keine Auflagen.

PFERDE

 

√   Nur wenn das Pferd im Equidenpass als "Nicht-Schlachtpferd" eingetragen ist darf eine Behandlung mit Blutegeln erfolgen! Bei Eintragung als "Schlachtpferd" dürfen keine Blutegel angewendet werden!

 

√   BITTE PRÜFEN SIE IHREN PFERDEPASS VOR TERMINVEREINBARUNG !!!

 

√   Sollte ich vor Ort anhand des Equidenpasses feststellen, das es sich um ein SCHLACHTPFERD handelt, werden Ihnen die Behandlungskosten als Ausfallgebühr, die für sie bestellten Blutegel und die Fahrtkosten in voller Höhe in Rechnung gestellt (AGB). Die Behandlung kann nicht stattfinden.

Was jeder Pferdebesitzer über die Eintragung „ Schlachtpferd“ wissen sollte:

√   Im Equidenpass wird, außer der genauen Kennzeichnung des Pferdes, die Eintragung als lebensmittellieferndes Tier = Schlachtpferd bzw. Nicht- Schlachtpferd vorgenommen. Diese Entscheidung ist vom Pferdebesitzer zu treffen und die Eintragung darf nur von einem Tierarzt/ Behörde vorgenommen werden. Eine Unterschrift vom Tierarzt/der Behörde und dem Pferdebesitzer ist notwendig.

√   Jedes Pferd mit einer entsprechend seines Geburtsdatums gültigen Bestimmungen zur Identifikation (Equidenpaß) kann entweder als Schlachtpferd oder Nichtschlachtpferd vom Besitzer eingetragen werden. Die Entscheidung: Die Eintragung „zur Lebensmittelgewinnung“ = Schlachtpferd kann jederzeit in „Nicht zur Lebensmittelgewinnung“ = Nicht-Schlachtpferd geändert werden. Ist eine Eintragung „Nicht zur Lebensmittelgewinnung“ = Nicht-Schlachtpferd einmal erfolgt, ist dieser Schritt nicht mehr rückgängig zu machen! Auch nicht durch Besitzerwechsel oder „Verlust“ des Equidenpass. Nachträglich ausgestellte Pässe bedeutet immer Nicht-Schlachtpferd

 

Der Nicht-Schlachtpferde-Status ist bei der Therapie von Vorteil, da die Medikamentenvielfalt größer ist. Die meisten naturheilkundlichen und homöopathischen Medikamente stehen für Schlachtpferde nicht zur Verfügung. Dazu gehören z.B. Bachblüten oder Blutegel! Selbst Traumeel ad us vet ist nur für Hund und Katze, nicht aber für das Pferd zugelassen!

 

Übrigens: Wenn der Tierarzt/ Therapeut diese Medikamente nicht verwenden darf, darf es der Tierbesitzer natürlich auch nicht!!!!!

RECHTSGRUNDLAGE:

√   Blutegel sind Arzneimittel gemäß § 2 Absatz 1 des Arzneimittelgesetzes. 

https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__2.html

√   Seit Inkraft Treten des 14. Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes fallen BLUTEGEL unter den Begriff des Fertigarzneimittels und sind daher seitdem gemäß § 21 AMG grundsätzlich zulassungspflichtig

https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__21.html

 

√   soweit nicht die Übergangsvorschrift des § 141 Abs. 4 AMG

https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__141.html greift.

√   Ihre Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren unterliegt den Regelungen des § 58 AMG

https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__58.html.

√   Da derzeit keine, zur Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tierarten zugelassene Blutegel verfügbar sind, ist eine eigenständige Anwendung durch den TIERHALTER oder THERAPEUTEN nicht erlaubt! D.h.: Auch sie selbst dürfen ihr Schlachtpferd nicht egeln! 

DOWNLOADS

 

√   Behandlungsvertrag Blutegeltherapie (Stand 21.05.20)

√   Informationsblatt zur Blutegeltherapie (Stand 21.05.20)

InTakt Tierphysiotherapie

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für Pferd - Hund & Katze 

Andrea Küster

45257 Essen~Umkreis NRW

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