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Eine häufig auftretende Erkrankung - DIE SPONDYLOSE

Ihr Hund/Katze humpelt oder mag sich nicht mehr so recht bewegen wie vorher? Treppenlaufen ist schwierig oder Springen wird vermieden? Dann sollten Sie sich den folgenden Artikel einmal aufmerksam durchlesen!

Die Spondylose ist, ebenso wie eine Arthrose, NICHT HEILBAR. Man kann jedoch die Symptome behandeln und den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen!

DIE SPONDYLOSE


Mit Spondylose ist meist die Krankheit „Spondylosis deformans“ gemeint. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Veränderung an der Wirbelsäule. Dort entstehen knöcherne Zubildungen an den Wirbelkörpern, die, mit Fortschreiten der Erkrankung, zu einer „Überbrückung“ mehrerer Wirbelkörper der Wirbelsäule untereinander einhergeht. Zunächst bilden sich sogenannte „Nasen/Spitzen“ an der Unterseite der Wirbel (auf den Rö Bildern rot eingekreist). Für das Tier bedeutet der Prozess der VERKNÖCHERUNG, einmal mehr oder einmal weniger, SCHMERZEN und führt dazu, dass das Tier humpelt, lahmt, sich nicht mehr so bewegen mag, springen oder Treppenlaufen vermeidet, und Ähnliches.


Spondylose bei der Katze

"Nasenbildung" an den Wirbelkörpern - Spondylose

Wie hängt das Alles zusammen?

Ich versuche es einmal einfach zu erklären:


Die Wirbelsäule eines Hundes/einer Katze besteht aus Wirbelkörpern, die verschiedene knöcherne „Fortsätze“ haben. Die BANDSCHEIBEN sitzen als weicher Puffer zwischen den Wirbelkörpern und verhindern, dass die Knochen aufeinander reiben, wenn sich das Tier bewegt. So bleibt die Wirbelsäule flexibel und erlaubt Bewegungen in verschiedene Richtungen. Innerhalb der Wirbelsäule verläuft – geschützt durch Knochen, Muskeln und Häute – das RÜCKENMARK. Zwischen den Wirbelkörpern verlaufen NERVEN aus dem Rückenmark, die dem GEHIRN erlauben, zum Beispiel Organe oder Muskeln anzusteuern.

Das Gehirn ist also STEUEREINHEIT.

Bei einem gesunden Tier sind die Wirbelkörper zueinander gut beweglich und erlauben so ein Auf- und Abkrümmen sowie eine Rotation der gesamten Wirbelsäule. Leidet ein Tier an einer Spondylosis deformans, ist diese Beweglichkeit eingeschränkt. Wenn die noch nicht untereinander verknöcherten Fortsätze der Wirbel bei Bewegung aneinander „reiben“, also noch keine komplette Verknöchern eingetreten ist, meldet Die Steuereinheit GEHIRN => SCHMERZEN!

Symptome:


Eine fortgeschrittene Spondylose bereitet dem Tier meist weniger offensichtliche Probleme. Sind die Fortsätze einmal miteinander verwachsen, hören zwar die Schmerzen auf, dafür verliert die Wirbelsäule in diesem Bereich an BEWEGLICHKEIT. In seltenen Fällen kann aber die Verknöcherung, die, aus dem Rückenmark, abgehenden NERVEN einklemmen.

=> Eingeklemmte Nerven können zu Inkontinenz, Lähmungen, Lahmheiten und sogar zu starken Schmerzen führen (wir denken einmal an einen eingeklemmten Nerv, z.B. den Ischias-Nerv, und wissen wie weh das tut). Aber auch Verstopfungen sind keine Seltenheit. Der Hund/Katze mag/kann sich (z.B. beim Koten) nicht mehr richtig „krümmen“, da die Aufwölbung der Wirbelsäule schmerzhaft oder gar nicht möglich ist. In dem Fall ist ein chirurgischer Eingriff, durch z.B. einen spezialisierten Neurologen, möglich.


Die süße Amy - Hat "Rücken"

Ursachen:


• unklar !

Mögliche ungünstige Aspekte:


• Fehl-/Minder-/starke Belastung

• Alter

• Genetische Vorbelastung

• Ernährung

Obwohl Tiere jeden Alters und jeder Rasse von einer Spondylose betroffen sein können, gibt es eine Häufung von schweren Fällen bei großen Hunden, aber auch Katzen sind betroffen, wie ich bereits auf zahlreichen Röntgenbildern meiner Katzenpatienten gesehen habe.

Diagnostik:


• Röntgen

Um eine Spondylosis deformans sicher zu diagnostizieren, sind eine ausführliche klinische Untersuchung und Röntgenbilder der Wirbelsäule notwendig. Auf den Röntgenbildern sind die knöchernen Brücken meist deutlich zu erkennen und es ist erkennbar, ob die Verknöcherung abgeschlossen ist oder noch andauert. Aufgrund der eindeutigen Erscheinung im Röntgenbild ist eine Spondylosis deformans gut zu diagnostizieren und von anderen Erkrankungen zu unterscheiden.


Heilung:


• Keine


Unterstützende Behandlung:


• Lebensqualität verbessern

• Schmerzlinderung

• Tierarzt (Schmerzmittel)

• Physiotherapie

• Fehlbelastungen/Verspannungen therapieren

• Hausaufgaben für Besitzer

• gezieltes Training/angepasste Bewegung

• Übergewicht vermeiden

• Ernährung


Die Spondylosis deformans ist eine chronisch progressive (fortschreitende) Erkrankung.

Das Fortschreiten der Erkrankung kann man NICHT AUFHALTEN

Sie können ihr Tier unterstützend behandeln lassen. Eine Therapie ist immer nötig, wenn das Tier Schmerzen hat, je eher, desto besser! Sie können, in Zusammenarbeit mit Tierärzten und Physiotherapeuten, ihrem Tier Erleichterung verschaffen und für mehr LEBENSQUALITÄT sorgen, indem Schmerzen gelindert und umliegende Strukturen (Muskel, Sehnen, Bänder) gestärkt werden. Ein Tierarzt kann im akuten Schub vorübergehend Schmerzmittel verschreiben. Durch gezielte physiotherapeutische Behandlungen, Übungen, Massagen und Wärme gegen Verspannungen, oder geführte Bewegungen können helfen, verkrampfte Muskulatur zu lockern, Verspannungsschmerzen und Schonhaltungen/Fehlhaltungen zu mildern. Ebenso wärmende Hundemäntel, Decken, Kissen, Körbchen, etc. bei kaltem Wetter und Regen.


Lebenserwartung:


• Normal


Es kommt bei dieser Erkrankung kaum zur Beeinträchtigung der Lebenserwartung. Auch ein Einschläfern eines Tieres ist wegen einer Spondylosis deformans nur sehr selten nötig.


Mein Behandlungsansatz:


• Schmerzlinderung

• Behandlung der Muskulatur, Bänder, Sehnen

• Physiotherapie (aktive und passive Bewegungstherapie)

• Balance-Kissen Training (Propriozeptives Training, isometrische Übungen)

• Lasertherapie

• Magnetfeldtherapie

• Akupunktur

• Moxa

• Schallwellentherapie

• Blutegeltherapie

• TENS Elektrotherapie

• und mehr


Eine gut durchblutete, lockere und leistungsfähige Muskulatur ist enorm wichtig!

Gelenke, Bänder, Sehnen etc. beweglich halten (vor Allem in den Extremitäten und eine Behandlung der Halswirbelsäule nicht vergessen!). Die Intensität sollte immer individuell an das Tiere angepasst werden, um Überforderungen zu vermeiden. Die Behandlung hängt immer von der Kooperationsbereitschaft, dem Alter des Tieres und dem Status der Erkrankung ab.


Weitere interessante Artikel zu den Erkrankungen oder Therapiemöglichkeiten bei Hund, Katze, Pferd finden Sie auf meiner Homepage und in meinem Blog.


Bleibt „InTakt“,

eure Andrea Küster

https://www.intakt-tierphysiotherapie.de/



InTakt Tierphysiotherapie

Andrea Küster

Hund - Katze - Pferd

45257 Essen~Mobil Umkreis NRW

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